Kinoabend mit Diskussion: "Sieben Winter in Teheran"
Frauenrechte im Iran
Im Rahmen der interkulturellen Wochen in Koblenz laden wir zu einem Filmabend und anschließender Diskussion ins Kino ein.
Zum Film:
“Sieben Winter in Teheran” wurde bei der Berlinale 2023 als bester Film in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino" ausgezeichnet, erhielt den Friedenspreis der Heinrich-Böll-Stiftung und den SI STAR 2024. Regisseurin Steffi Niederzoll verwendet in ihrem Dokumentarfilm unter anderem originales Ton- und Bildmaterial, das aus dem Land geschmuggelt wurde.
Die Geschichte beginnt 2007. Bei einem Geschäftstreffen versucht ein Kunde die 19-jährige Reyhaneh zu vergewaltigen und sie ersticht ihn in Notwehr. Noch am selben Tag wird sie wegen Mordes verhaftet und später vor Gericht zur Todesstrafe verurteilt.
Trotz nationaler und internationaler politischer und menschenrechtlicher Bemühungen verweist die iranische Justiz auf das „Recht auf Blutrache". Das bedeutet: Solange die junge Frau ihre Anschuldigungen gegen den Mann nicht zurückzieht, darf seine Familie den Tod verlangen. Reyhaneh bleibt bei ihrer Aussage und wird im Alter von 26 Jahren erhängt.
Zur Diskussion:
Am Gespräch nach dem Film wird u.a. Iran-Experte Dr. Homayun Alam teilnehmen. Er ist Direktor des Instituts für Migration in Frankfurt, hat an der Goethe-Universität Frankfurt am Main studiert und in Göttingen promoviert. Zu seinen Schwerpunkten zählen die iranische Politik, Kultur und Gesellschaft. Insbesondere interessieren ihn Transformationsprozesse im Zeitalter der Migration, Urbanität, Transnationalität und „Globalisierung".
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